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Sehnsucht

Verantwortlicher Autor: SIR F.E.Eckard Prinz von Strohm Windeck, 30.06.2017, 14:31 Uhr
Presse-Ressort von: SIR F.E.Eckard Prinz von Strohm Bericht 5959x gelesen

Windeck [ENA] Sehnsucht zu haben? Sehnsucht nach einem Menschen, einem Ort der Vergangenheit. Sehnsucht nach der Erfüllung eigener Ziele und Wünsche. Doch was ist unsere größte Sehnsucht? Eine die alle Menschen verbindet? Eine tiefe Erinnerung ist in uns allen. Die Erinnerung unserer Seele an einen Zustand von Frieden und Harmonie. Die Sehnsucht zurück zum Schöpfer – zurück zu Gott.

Diese Sehnsucht schlummert in allen von uns. Sie treibt uns an auf unserem Lebensweg immer weiter zu gehen. Auf diesem Weg gibt es immer wieder Irrwege. Irrwege, wenn wir ihnen folgen, die uns krank machen. Mir geht es heute um 2 Irrwege für die im besonderen die katholische Kirche mitverantwortlich ist: Der eine Irrweg ist uns ziemlich bekannt: der Weg der Strafe. Der Todsünden! Die Kirche hat diesen Irrweg genutzt uns Angst zu machen und so Macht auszuüben. Die Idee, Schuld zu kreieren war und ist eine mächtige Waffe der Unterdrückung. Noch dazu, wenn angeblich nur die Kirche in der Lage ist, dir diese Schuld zu vergeben.

Mir geht es heute auch um den zweiten Irrweg. Der ist ein wenig subtiler und vielleicht nicht so schnell zu durchschauen. Denn: die Idee nicht mehr bestraft zu werden gefällt uns ohne Schuld zu sein ist doch schön und befreiend. Wie sieht nun dieser 2. Irrweg aus? Wir sehnen uns zurück nach Gott. Wir möchten vollkommen sein - erleuchtet werden. Wie können wir dies schaffen? Jemand sagt uns, was falsch und was richtig ist. Dies ist gut und dies ist falsch oder böse. Dann ist es scheinbar doch ganz einfach: ich strenge mich tüchtig an, immer das Gute, das Richtige zu tun. Gerade als Kinder lernen wir sehr schnell, wenn ich lieb bin und das tue oder lasse, was Mama oder Papa wollen, dann haben sie mich lieb.

Als Jugendlicher in der Schule und Ausbildung passen wir uns ebenso an und als Erwachsener sagt uns die Kirche, welches Maß wir anlegen müssen, um es Gott Recht zu machen. Je perfekter wir also diese Regeln befolgen und je mehr wir uns anstrengen und alles richtig machen, um so schneller erreiche ich die Vollkommenheit. Welch ein Irrtum! Nicht aus Anpassung oder Gehorsam kann ich die Vollkommenheit jemals erreichen!! Da kann ich mich noch so anstrengen. Brav die 10 Gebote befolgen kann mir helfen, mich zu orientieren. Doch dann darf ich nicht stehen bleiben. Irgendwann lerne ich meiner inneren Führung zu vertrauen. Ich kann lernen Fehler zu machen und aus diesen Fehlern zu lernen, denn es sind meine Fehler!

Und es ist mein eigener Weg, der mich zurück zu Gott führt. Mein Weg der Erkenntnis, der meine Sehnsucht stillen wird. Zur Vollkommenheit erlange ich, weil Gott mich prüft. Davon merke ich nichts. Es sind Lebensprüfungen. Bestehen kann ich diese Prüfungen nicht, wenn ich mich in dieser Prüfung „richtig“ verhalte. Es funktioniert nur, wenn ich dies nicht aus Gehorsam oder Anpassung tue, sondern nur, wenn ich es völlig selbstlos, bedingungslos tue. Aus mir heraus, ohne zu überlegen. Es tue, weil meine Seele so weit ist, dass ich es aus freiem Willen, ohne Berechnung tue. In Sekundenbruchteilen entscheide ich mich. Mein Herz sagt mir dann, was zu tun ist.

Deshalb ist die Freiheit unseres Willens so wichtig. Wichtig, damit wir unsere Seele im Leben schulen, damit wir dann die „Prüfungen“ Gottes bestehen und unsere Sehnsucht erfüllt wird. Die Sehnsucht nach Vollkommenheit. Die Sehnsucht zurückzukehren zum Vater. Alle Menschen sollten diese Freiheit entdecken. Den Mut und die Kraft, diese innere Freiheit zu finden und sie zu leben. Erst dann ist es möglich, was wir im Gebet sprechen wahrhaftig zu leben: Vater, Dein Wille geschehe durch meinen Körper und meinen Geist.

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